Der 29. Transport am 26. September 2012

 

Auch diesmal wieder - richtig viele fleißige Helferinnen und Helfer: Werner Jung, Gerhard Herget, Hartfried Hamann, Klaus Kissling, Ulli Theiss, Jens Pfuhl, Gerhard Keller, Willi Brand, Gerd Boller, Reinhard Knauf, Harald Benedikt, Igor Kress, Rosi Knauf, Sigrid Blochwitz, Helga Diehl, Elke Kutscher, Marlene Dietz, Egon Bork, Karl-Heinz Hudez, Larissa Müller, Yuri Antonov, Gerd Rohm, Vladimir Zhylenko (nicht alle Personen sind auf dem Foto).
Abdruck mit freundlicher Erlaubnis des Gießener Anzeigers.


Am 6. Oktober des Jahres ist AK-Sitzung. Gerhard Keller holt Sekt aus seiner Tasche. Der kleine Kreis schaut etwas verwundert – gibt es etwas zu feiern? Es gibt! – Gerhard bedankt sich bei allen Helfern und Aktiven für den gelungenen Transport nach Borispol. Aber beginnen wir ganz am Anfang: Ein ganzes Jahr lang wurde von den Frauen des Arbeitskreises wieder Kleidung und Hausrat gesammelt, sortiert und sorgsam verpackt. Das meiste in Bananenkartons, die fast ausschließlich von Elke Kutscher bei der Fa. REWE in Langgöns besorgt wurden. Es kam die stattliche Zahl von ca. 1.400 Kartons und Säcken zusammen. Die Arbeitsstunden haben wir nicht gezählt.
Jetzt sollte es losgehen. Der LKW war schon am Montagabend in Langgöns angekommen. Nach einem Gespräch mit den beiden Fahrern Igor und Vasilij wurde vereinbart, dass wir bereits am Dienstagnachmittag mit dem Laden beginnen. Wenigstens der medizinische Bedarf (Einweghandschuhe, Spritzen, Kanülen, Katheder usw.) in ca. 50 Kartons und die weit über 100 Kartons, die allein von Marlene Dietz gepackt wurden, sollten schon einmal auf den LKW. Glücklicherweise konnten auf die Schnelle mehrere Helfer gefunden werden, so dass dies alles schnell erledigt war. Es wurde daher beschlossen, auch noch am Bahnhof weiter zu machen. Dies erleichterte dann am eigentlichen Ladetermin die Arbeit, da die bis an die Decke gestapelten Kartons schon auf dem LKW waren.

Eine starke Mannschaft war dann pünktlich zur Stelle und bereits gegen 10:30 Uhr konnte die Klappe des LKW geschlossen werden. Dazwischen wurde noch ausgiebig gefrühstückt. Jetzt ging es an die leidigen Papiere für den Zoll. Jedes lose Teil (Fahrräder, Nähmaschinen, Kinderautositze usw.) musste aufgeführt werden. Es war mühsam, aber nach etlichen telefonischen Rücksprachen mit Frau Gilbert von der Fa. ZUFALL stand auch die Online-Zollerklärung. Jetzt noch schnell zum Zollamt Wetzlar, was dort durch die gute Vorbereitung nur einige Minuten in Anspruch nahm. Nach einer kräftigen Suppe, die von Marga Velten köstlich zubereitet war, machten sich die beiden Fahrer, Igor und Vasilij, auf den Weg nach Borispol - 2.000 km lagen vor ihnen. Der Abschied aus Deutschland fiel ihnen sichtlich schwer. Am Sonntag dann die Nachricht, dass der LKW gut in Borispol angekommen und entladen sei. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Entzollung genau so reibungslos klappt.

Der Transport ist in Borispol angekommen:
Schön voll und fein geladen!


Wir danken allen Helfern für diesen guten und reibungslosen Ablauf, der uns Mut macht für den nächsten. Dankbar sind wir auch für die Spenden, die wir bei den Kleidersammlungen entgegen nehmen konnten. Diese wurden zur Abdeckung der nicht unerheblichen Transportkosten verwendet. Freuen würden wir uns, wenn wir in den kommenden Sitzungen neue Unterstützer für die weitere Arbeit begrüßen könnten.

Elke Kutscher, Sigrid Blochwitz

Berichtsjahr: 2012

 

  Fleißige Helfer in Borispol:
Die Kartons vom Transport werden in die Kleiderkammer gebracht.

Fast von Anfang an haben wir begonnen, gut sortierte Kleidung für die Evakuierten der Tschernobyl-Katastrophe nach Borispol zu liefern. Dies war erforderlich, da die Menschen aus der Sperrzone nur das Allernotwendigste mitnehmen konnten.

Aus diesen anfänglichen Lieferungen entstand in Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Borispol eine gut ausgestattete Kleiderkammer.

Hier kann den Bedürftigen – und es sind heute nicht mehr nur die Tschernobyl-Betroffenen – mit notwendiger Bekleidung, Wäsche und sonstigem Bedarf für den Haushalt  geholfen werden.

Was in Langgöns gesammelt und sorgfältig verpackt wird - es sind immerhin ca. 1200 Kartons pro Transport - muss dann von den Frauen unserer Partner in den selbst gefertigten Regalen und Kleiderständern präsentiert werden, damit die Bedürftigen ihren Bedarf decken können.

Die Menschen aus der Region Borispol sind für diese Hilfe sehr dankbar, da sie hierdurch in der Lage sind, das eingesparte Geld für den notwendigen Lebensunterhalt und vor allem für dringend notwendige Medikamente verwenden zu können.

Die Versorgung der Kleiderkammer wird daher auch weiterhin ein wichtiges Standbein unserer Arbeit bleiben.

Aktuelles aus dem Jahresbericht 2013 zur Kleiderkammer - von Gerhard Keller: 

Die vielen Kartons mit gespendeter Kleidung, Wäsche und Schuhe werden in der Kleiderkammer in Boripol dringend gebraucht. Jährlich werden bis zu 700 Menschen versorgt. Natascha und ihre Frauen werden in der nächsten Zeit viel zu tun haben: Kartons auspacken, Wäsche sortieren und einräumen, Öffnungszeiten der Kleiderkammer gewährleisten. Gut für die Bedürftigen, dass es Spender und fleißige Helferinnen und Helfer in und um Langgöns gibt und dass es fleißige Menschen in Borispol gibt, die dafür sorgen, dass die Kleidung gut aufbewahrt und sinnvoll ausgegeben wird.