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Mit Hilfe des Arbeitskreises Leben nach Tschernobyl wurde eine Suppenküche eingerichtet, die hilfsbedürftige alte Menschen und die Essensausgabe in der Schule unterstützt.

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Das Projekt, in den Wintermonaten warme Mahlzeiten an Bedürftige in Borispol zu verteilen, läuft jeweils vom 1. Oktober bis zum 31. März.
Bedürftigen wird das Essen gebracht.

Aktuelles zur Suppenküche aus dem Jahresbericht 2013 - von Reinhard Knauf:

Ich will von der Suppenküche in Borispol erzählen, die seit Oktober wieder zum ... ach, ich weiß nicht wievielten Male, Essen an arme Menschen verteilt.

So sieht der Ablauf aus: Natascha Logatschowa und ihre Frauen von unserer Partner-Organisation "Kinder von Tschernobyl" kaufen ein; in einer Gaststätte in Borispol, die freundlicherweise ihre Küche zur Verfügung stellt, wird gekocht, mehrmals in der Woche. Es gibt Suppe, Brot und Tee. Die Leute kommen dorthin, holen ihre Portionen ab, können aber auch, wenn sie mögen, dort essen. Denjenigen, die nicht so gut zu Fuß sind oder gar nicht mehr laufen können, wird das Essen auch nach Hause gebracht.

So einen nüchternen Bericht möchte man gerne mit mehr Photos "anreichern", wenn verteilt wird, auch, um zu zeigen, wie die bedürftigen Menschen dort leben, aber da gibt es immer wieder Probleme.

Und warum?

Nun, bei einigen lässt es sicher der Stolz nicht zu, dass andere sehen, dass man auf so etwas angewiesen ist. Aber bei den meisten ist die Angst die treibende Kraft, die sie daran hindert, sich photographieren zu lassen. Es besteht nämlich die berechtigte Sorge, der Staat könne ihnen die ohnehin mehr als bescheidene Rente kürzen, wenn "herauskäme", dass sie auch von anderer Seite Hilfe bekommen.

Kann man sich kaum vorstellen, wie?

Scheint aber Alltagsleben dort zu sein.

Wir vom Arbeitskreis "Leben nach Tschernobyl" in Langgöns sind schon stolz darauf, dass es uns in jedem Jahr aufs Neue gelingt, unserer Partner-Organisation die Durchführung der jährlichen Suppenküchen-Aktion zu ermöglichen. Das geht immer am 1. Oktober los und dauert bis zum 31. März des Folgejahres. Pro Woche werden 120 bis 130 meist alte Menschen mehrmals in der Woche mit einer warmen Mahlzeit versorgt.

Dass unsere Hilfe dort "gesehen" und auch gewürdigt wird, zeigt die Reaktion der Borispoler Stadtverwaltung, die uns des Öfteren bestätigt, wie wichtig unsere Hilfe ist. Von offizieller Seite könne man - weil das Geld fehlt - eine solche Aktion keinesfalls durchführen.

Unsere Hilfe ist wichtig und wird gebraucht. Leisten können wir sie nur, weil uns hier so viele unterstützen. Das muss und soll immer wieder voller Dankbarkeit erwähnt werden.