Dem kleinen Egor Zubrin konnte geholfen werden

Auch das soll nicht vergessen werden! Im November 2010 erreichte den Langgönser Arbeitskreis ein Hilferuf. Ein kleiner Junge in der Ostukraine, Egor Zubrin, sollte operiert werden, aber das Geld fehlte. Der kleine Kerl, seit seiner Geburt taub, sollte ein sogenanntes Cochlea-Implantat eingesetzt bekommen, eine Methode, mit der man weltweit beste Erfahrungen gemacht hat. Die Ernst-Lehnhardt-Stiftung in Freiburg befasst sich mit solchen Fällen; auch der Junge aus der Ukraine hatte dank der Bemühungen dieser Stiftung bereits einen OP-Termin in Freiburg, als sich überraschend eine andere Lösung anbot. Die ukrainische Regierung hatte eine größere Anzahl dieser Implantate gekauft und sie einer Spezialklinik in Kiew überlassen. Dort wurde dann Egor Zubrin erfolgreich operiert. Der Langgönser Arbeitskreis "Leben nach Tschernobyl" hatte über die Zeitungen der Region zu Geldspenden aufgerufen. Erfreulich viel kam zusammen, und über die Ernst-Lehnhardt-Stiftung konnte das Geld in die Ukraine geschickt werden, wo es den Eltern des kleinen Jungen doch sehr half, die für sie eigentlich unerschwinglichen Kosten zu tragen.

Gorbanevs bedanken sich

Im Frühling 2013 erreichte den Arbeitskreis ein Hilferuf aus der Ukraine. Es ging um ein tragisches Ereignis, das ein altes Ehepaar betroffen hatte. Sie leben in einem Dorf nicht weit von Kiew, und durch ein Feuer hatten sie ihr Haus und Hab und Gut verloren. Was tun? Obwohl wir eigentlich keine Einzelfall-Hilfe mehr leisten wollten, hat uns das Schicksal dieser alten Menschen so angerührt, dass wir beschlossen, etwas zu tun. Wir baten über die Presse um Spenden, und - siehe da - in kurzer Zeit kamen 1400 Euro zusammen, die nun unmittelbar zum Aufbau des zerstörten Häuschens verwendet werden konnten. Ein vernichtetes Haus und dann 1400 Euro - das hört sich im ersten Moment nach sehr wenig an, aber mit einer solchen Summe kann man in einem ukrainischen Dorf schon eine Menge bewirken.

Der Sohn der alten Leute hat sich jetzt im Namen seiner Eltern ganz herzlich bedankt und darum gebeten, den Dank an die Spender weiterzugeben. Das tun wir hiermit!